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Das Kriterium für gute Kunst oder Qualität in der Kunst
im Allgemeinen!
Der Künstler hatte sich aus Marmor, das Traumbild seiner
Frau geschaffen und war totunglücklich gewesen, als dieses nicht von selbst
leben wollte. Deshalb begab er sich in den Venustempel, um vor der hiesigen
Göttin der Schönheit und Liebe seine Gaben niederzulegen und sie zu bitten,
ihm gnädig zu sein. Jetzt war er wieder zu Hause und ganz entzückt, weil ihn
die Statue küsste. Ob er wirklich glücklich wurde ist nicht bekannt.
„Die Darstellung war so naturgetreu, dass die ankommenden
Reiter ihre Pferde hart zügeln mussten, weil diese durch den Anblick verwirrt
zurückscheuen wollten.“ So beschreibt Giorgio Vasari ein Fresko von Piero
della Francesca.
Die Kunst ändert sich und ihre Darstellungsformen. Ändern
sich dadurch auch die Kriterien für Qualität? Oder müssen wir noch einen
Schritt weiter zurückgehen?
Picassos „Guernica“! Mir persönlich hat dieses Bild nie
gefallen, aber ich kannte seine Entstehungsgeschichte und war mir seiner
Bedeutung für uns alle bewusst. Der Maler klagte die Schrecken des
Bürgerkrieges und Faschismus in Spanien an. Deshalb zollte auch ich dem Werk
meine Anerkennung und sprach positiv darüber.
3 verschiedene Zeiten, 3 verschiedene Ansichten über
Kunst und Qualität?
Ovidius beschrieb die Liebe und wurde vom römischen Kaiser
nach Pontus, an das damals kulturarme schwarze Meer zu den Barbaren verbannt.
Wer war dieser gnadenlose Unmensch, der diese poetische Seele aus dem
Kunstleben verbannte? Augustus, der angeblich alle Arten von Kunst gefördert
haben soll.
Henryk Sienkiewicz beschrieb in seinem Buch „Quo vadis?“
die Christenverfolgung zur Zeit von Nero und bekam für diese
Geschichtsverfälschung (Es hatte noch keine Christen gegeben.) den
Nobelpreis.
Verschiedene Zeiten, verschiedene Geschmäcker,
verschiedene Kriterien für Qualität? Sollte es nicht zeitübergreifend gültig
sein?
Die Malerei ist vielleicht hier die Fachrichtung an der
man das ganze am anschaulichsten sichtbar machen kann. In der Gotik kommen
die ersten Gefühlsausdrücke ins Gesicht, in der Renaissance ist es
Perspektive, im Barock Licht und Schatten. Aber das ist die technische
Entwicklung. Qualität scheint etwas anderes zu sein.
Der Künstler muss fähig sein, den Geist seiner Zeit zu
erfassen und widerzuspiegeln, damit die Nachwelt sich ein genaues Bild
darüber machen kann und seine eigenen Zeitgenossen sich damit identifizieren
können.
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Else
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Else
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Else
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Else
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Else
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Mittwoch, 24. Dezember 2014
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